Stress und Heilungsprozess am Beispiel der Zebrafische

Der Zebrafisch ist der neue Superstar in der Wissenschaft, da seine Gene denjenigen des Menschen sehr ähnlich sind (http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/topmodell-mit-flossen/story/22528391) – hier deshalb ein Artikel zum Thema Stress und Regeneration bzw. Heilung (Quelle http://www.20min.ch/wissen/news/story/22314183)

Stress bremst Heilungs-Prozess beim Zebrafisch

Die Herzen von Zebrafischen erreichen nach einem Infarkt nach kurzer Zeit wieder den Normalzustand. Allerdings nur, wenn sie keinem Stress ausgesetzt sind.

storybildZebrafische haben eine wundersame Eigenschaft: Der Fisch verdankt seinen Namen dem sich wiederholenden Muster von blauen und goldenen Längsstreifen. (Bild: Prateek Mahalwar / Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie)

Zebrafische sind die unangefochtenen Meister der Regeneration. Sie können sich in weniger als einem Monat von einem Herzinfarkt erholen, indem sie neue Herzmuskelzellen erzeugen. Dazu sind sie jedoch nur in der Lage, wenn sie während der Heilungsphase keinem Stress ausgesetzt sind, berichten Freiburger Forscherinnen.

Die Biologinnen Anna Jazwinska und Pauline Sallin von der Universität Freiburg haben beobachtet, dass die Herzen von Zebrafischen nach einem Infarkt unter guten Bedingungen nach nur vier Wochen wieder den Normalzustand erreichen.

Nicht so, wenn die Fische Stress ausgesetzt werden: Wenn sie täglich eine Stunde mit anderen Artgenossen in einer begrenzten Menge Wasser eingepfercht wurden, löste die Enge Stress aus. In der Folge verlangsamte sich ihre Herzregeneration, wie die Universität Freiburg in einer Mitteilung vom Mittwoch erklärte.

Täglicher Stress hat grosse Wirkung

Die tägliche Belastung reiche also aus, um die Teilung der Herzmuskelzellen zu bremsen und folglich das Ersetzen des geschädigten Gewebes zu blockieren, berichteten die Forscherinnen im Fachjournal «Open Biology». Zum gleichen Ergebnis kamen sie, wenn sie den Stress mit pharmakologischen Wirkstoffen simulierten.

Andersherum könnte die Verabreichung leistungsfähiger Beruhigungsmittel wie Beta-Blockern, Prozac oder Valium dazu beitragen, den Effekt von Stressmomenten zu mildern.

Psyche beeinflusst Genaktivität

Die Wissenschaftlerinnen haben herausgefunden, dass akuter Stress die Expression mehrerer Gene hemmt. Darunter auch das Gen igfbp1b, welches den Wachstumsfaktor IGF reguliert. Bisher hatte man es nicht für möglich gehalten, dass psychologischer Stress einen solchen Effekt auf die robusten molekularen und zellulären Mechanismen haben kann.

Stress ist auch ein wichtiger Faktor im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen beim Menschen. Die stressanfälligsten Regenerationsmechanismen zu identifizieren könne bei der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für Herzpatienten helfen, schrieb die Universität Freiburg. Gerade die stressfreie Therapie nach einem Herzinfarkt solle zu einem wichtigen Element der Behandlung werden.

 

Anmerkung von Christoph Dachauer: übertragen auf die Klangtherapie bedeutet das, dass aufgrund der Reduktion von Stress im Rahmen einer klangtherapeutischen Behandlung Heilungsprozesse positiv beeinflusst werden können.

Klangwirkung – eine Erklärung

Klang wirkt direkt. Klänge haben die Eigenschaft, dass sie unter Umgehung des rationalen Bewusstseins in tiefere Schichten des Körpers und der Psyche eindringen können und Prozesse im Körper und im Unterbewusstsein auslösen können.

Korrekt angewendete Klangtherapie löst beim Klienten eine Tiefenentspannung aus. Der Körper entspannt sich. Ein unruhiger Geist kommt zur Ruhe und kann in tiefere Bewusstseinsschichten eindringen. Auf der physiologischen Ebene kann eine Verlangsamung der Atmung, des Herzschlages und des Muskeltonus beobachtet werden.

Klang kann in einem ersten Schritt aber auch Schmerzen, unangenehme Gefühle und Angstzustände auslösen – es geschieht jedoch nur in diesem Ausmass, wie es der Klient und der Körper selbst zulässt. Der Therapeut und das Instrument stellen dem Klienten die Klänge zur Verfügung, mit denen er selbst in Resonanz tritt.

Klang kann in Bewusstseinsschichten eindringen, die mit Worte und Sprache nicht mehr erfassbar sind. Die Klangtherapie kann eine Brücke schlagen zwischen der Medizin, der Psychologie und Psychotherapie.

Im Monochord-Spiel hat die Resonanzfähigkeit des Patienten eine direkte Auswirkung auf das Spiel des Therapeuten die individuelle Einschwingung zwischen Therapeut und Patient ist ein zentrales Element der Behandlung.