Yogagold.net: Interview mit Christoph

KLANG ORDNET.

Text: Andy/Yogagold.net

Manchmal verhält sich mein Kopf wie ein kleiner Affe. Mit ADHS! «Ich will noch dies!» «Ich brauch noch das!» «Ich darf jenes nicht vergessen…» und und und. Doch egal, wie viele Gedanken in meinem Monkey Mind rumspuken, nach einer Klangmeditation von Christoph Dachauer herrscht Ruhe im Oberstübchen – und ich fühle mich auf einmal aufgeräumt und klar. Bin ausgeglichen und in meiner Kraft, wie ich es sonst nur vom Yoga kenne. So entstand auch die Idee, die Klang-Meditation mit unserem Yoga zu verbinden, um die Wirkung zu potenzieren.

 
Was ist Klang-Meditation?
Klang bedeutet Ordnung und Meditation heisst, zu sich kommen In einer Klang-Meditation soll der Besucher zu sich finden.
 
Was genau bewirken Klänge im Körper?
Jeder Mensch besteht zu ca. 70% aus Wasser. Bei einer Klang-Meditation werden Schwingungen über die körpereigenen Flüssigkeiten als sanftes Vibrieren durch den ganzen Körper geleitet. Dabei tritt jede einzelne Zelle mit dem Klang in Resonanz. So wird geordnet, was aus der Ordnung geraten ist. Ganz ohne aktives Zutun, nur durch natürliche, über Schallwellen und Vibration ausgelöste Resonanzprozesse.
 
Was passiert im Geist?
Klang wirkt auf allen Ebenen. So gehen beispielsweise die Klänge der Instrumente, mit denen ich arbeite über das hörbare Spektrum hinaus und diese Klänge können über Resonanzprozesse auf körperlicher, und geistig-seelischer Ebene ordnend wirken.
 
Was bedeutet Sound Healing?
Das ist ein oft verwendeter Anglizismus. Die heilende Wirkung von Klang und bezieht sich auf den Prozess des Zu-sich-Kommens und Entspannens.
 
Du erzeugst deine Klänge mit Koshis, Klangschalen, Monochord und Gongs. Warum mit so vielen Instrumenten?
Im Prinzip sind all meine Instrumente eine Vorbereitung auf das mächtigste Instrument mit dem umfassendsten Klangspektrum und den meisten Frequenzen: Der Gong. Dieser geht extrem in die Tiefe, hat aber auch extreme Höhen. Und hat damit in Bezug auf Schallwellen eine immense Kraft.
Zu Beginn der Klangmeditation benutze ich die Koshis zur Einstimmung und zum Bündeln der Aufmerksamkeit. Anschliessend folgen die Klangschalen, die mit ihren verschiedenen Tonhöhen das musikalische Spektrum erweitern. Danach folgt das Monochord. Dieses besteht eigentlich nur aus einem Ton. Aber in diesem öffnet sich ein ganzes Universum, was die Leute extrem berührt. Zum krönenden Abschluss kommt der Gong mit dem man ungeahnte Tiefen erreichen kann. Er ist das zentrale Instrument für intensivere Klangreisen und es fällt schwer, sich seiner Wirkung zu entziehen.
Was haben Yoga und Klangmeditation gemeinsam?
Die Gemeinsamkeit ist sicherlich: Fluss herstellen. Im Sinne von Blockaden lösen, dafür sorgen, dass die Teilnehmer mehr in den Fluss und letztendlich zu sich selbst kommen. Damit ihr Leben weniger mit Stromschnellen durchsetzt oder mit Barrieren versperrt ist.
 
Welche Wirkung hat Klang auf Yoga?
Yoga und Klang unterstützen sich gegenseitig. Klang hat eine ordnende Wirkung und wirkt sich deshalb unterstützend auf die einzelnen Asanas aus – um tiefer hineinzukommen und den Körper auf die richtige Position auszurichten.
 
Wie hilft Klang Yoga gegen den sogenannten Monkey Mind, dem Geist, der nicht zur Ruhe kommt?
Der Monkey Mind kann durch die Klänge im ersten Moment sogar noch verstärkt werden. So berichten viele Kunden im ersten Moment von einem regelrechten Kopfkino. Aber nach einer gewissen Zeit kommt man in eine tiefenentspannte Haltung und der umtriebige Geist hat keine Relevanz mehr. Weil man achtsamer und viel mehr im Körper ist.
 
Am Samstag 15. September spielst du um 09:30 Uhr auch beim 3. Holy Yoga von Yogagold. Wo kann man dich sonst noch hören?
Jeden Mittwoch beim Klangtag in der Kirche Enge. Am Morgen um 09:00 Uhr, mittags um 12:15 Uhr und abends um 18:30 Uhr findet jeweils für 30 Minuten eine kostenlose Klang-Meditation statt. Aufgrund der Kreuzkuppel-Bauweise des Kirchenraums ist es ein einmaliges akustisches Erlebnis.
Ausserdem biete ich auf Anfrage Einzeltherapien in Zürich Binz an und mit der Gruppe 3-Klang bieten wir ca. 75-minütige Klangreisen an.
Interview: Andy/Yogagold.net
Ein Erlebnis für die Sinne: Der Klangtag in der Kirche Enge.
Copyright Yogagold.net / SONIMED

Stress und Heilungsprozess am Beispiel der Zebrafische

Der Zebrafisch ist der neue Superstar in der Wissenschaft, da seine Gene denjenigen des Menschen sehr ähnlich sind (http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/topmodell-mit-flossen/story/22528391) – hier deshalb ein Artikel zum Thema Stress und Regeneration bzw. Heilung (Quelle http://www.20min.ch/wissen/news/story/22314183)

Stress bremst Heilungs-Prozess beim Zebrafisch

Die Herzen von Zebrafischen erreichen nach einem Infarkt nach kurzer Zeit wieder den Normalzustand. Allerdings nur, wenn sie keinem Stress ausgesetzt sind.

storybildZebrafische haben eine wundersame Eigenschaft: Der Fisch verdankt seinen Namen dem sich wiederholenden Muster von blauen und goldenen Längsstreifen. (Bild: Prateek Mahalwar / Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie)

Zebrafische sind die unangefochtenen Meister der Regeneration. Sie können sich in weniger als einem Monat von einem Herzinfarkt erholen, indem sie neue Herzmuskelzellen erzeugen. Dazu sind sie jedoch nur in der Lage, wenn sie während der Heilungsphase keinem Stress ausgesetzt sind, berichten Freiburger Forscherinnen.

Die Biologinnen Anna Jazwinska und Pauline Sallin von der Universität Freiburg haben beobachtet, dass die Herzen von Zebrafischen nach einem Infarkt unter guten Bedingungen nach nur vier Wochen wieder den Normalzustand erreichen.

Nicht so, wenn die Fische Stress ausgesetzt werden: Wenn sie täglich eine Stunde mit anderen Artgenossen in einer begrenzten Menge Wasser eingepfercht wurden, löste die Enge Stress aus. In der Folge verlangsamte sich ihre Herzregeneration, wie die Universität Freiburg in einer Mitteilung vom Mittwoch erklärte.

Täglicher Stress hat grosse Wirkung

Die tägliche Belastung reiche also aus, um die Teilung der Herzmuskelzellen zu bremsen und folglich das Ersetzen des geschädigten Gewebes zu blockieren, berichteten die Forscherinnen im Fachjournal «Open Biology». Zum gleichen Ergebnis kamen sie, wenn sie den Stress mit pharmakologischen Wirkstoffen simulierten.

Andersherum könnte die Verabreichung leistungsfähiger Beruhigungsmittel wie Beta-Blockern, Prozac oder Valium dazu beitragen, den Effekt von Stressmomenten zu mildern.

Psyche beeinflusst Genaktivität

Die Wissenschaftlerinnen haben herausgefunden, dass akuter Stress die Expression mehrerer Gene hemmt. Darunter auch das Gen igfbp1b, welches den Wachstumsfaktor IGF reguliert. Bisher hatte man es nicht für möglich gehalten, dass psychologischer Stress einen solchen Effekt auf die robusten molekularen und zellulären Mechanismen haben kann.

Stress ist auch ein wichtiger Faktor im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen beim Menschen. Die stressanfälligsten Regenerationsmechanismen zu identifizieren könne bei der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden für Herzpatienten helfen, schrieb die Universität Freiburg. Gerade die stressfreie Therapie nach einem Herzinfarkt solle zu einem wichtigen Element der Behandlung werden.

 

Anmerkung von Christoph Dachauer: übertragen auf die Klangtherapie bedeutet das, dass aufgrund der Reduktion von Stress im Rahmen einer klangtherapeutischen Behandlung Heilungsprozesse positiv beeinflusst werden können.